Christus spricht: "Ich lebe - und ihr sollt auch leben" (Röm 14)

Zeit der Krankheit - Zeit der Trauer

Wenn wir von einem geliebten und vertrauten Menschen Abschied nehmen müssen, so ist dies oft das Schlimmste, was wir erleben können. Ein Mensch, der lange das Leben mit uns geteilt hat, ist nun nicht mehr da. Uns quälen Fragen: "Wie werden wir ohne ihn auskommen?" "Wie wird es nun weitergehen?" "Wie soll ich mit Trauer, Schmerz, Ohnmacht, Wut klar kommen?"

 

In dieser Grenzsituation menschlicher Existenz möchte die Kirchengemeinde und der Pfarrer da sein - um zu hören, um zu trösten, auch: um gemeinsam zu schweigen. Gerade in Zeiten der Not ist es wichtig, dass man nicht alleine ist, sondern dass Menschen da sind, mit denen man das Leid teilen kann.

 

Gerne steht Pfr.Palmer deshalb auch schon in Zeiten der Krankheit zur Verfügung: zum Hausabendmahl (siehe Menüpunkt "Hausabendmahl"), zum Krankenbesuch oder auch zur Aussegnung Sterbender. Bitte haben Sie in diesem Fall keine Scheu, sich im Pfarramt zu melden und um einen Besuch des Pfarrers zu bitten.

Das Kreuz - unsere Hoffnung angesichts des Todes

Wenn ein Familienmitglied gestorben ist, dann sollten Sie zunächst den Bestattungsunternehmer informieren - in Sontheim ist das in der Regel das Bestattungsinstitut Jahraus, Tel. 91010. Dann sollte neben den nächsten Angehörigen auch der Pfarrer davon erfahren - melden Sie sich telefonisch (5257) oder persönlich im Pfarramt.

 

Wenn Sie es wünschen, kommt Pfr.Palmer dann ins Haus, um einen Sterbesegen zu sprechen. Im Normalfall allerdings vergehen ein oder zwei Tage, bis alle Formalitäten mit dem Bestatter geklärt sind, bevor der Pfarrer zum "Trauergespräch" ins Trauerhaus kommt. Dann wird der Ablauf der Trauerfeier besprochen und das Leben des oder der Verstorbenen bedacht und gewürdigt. Im Trauergespräch denken wir außerdem darüber nach, über welchen Bibelvers die Traueransprache gehalten werden soll. Dabei hat es sich oft als hilfreich erwiesen, wenn der Konfirmations- oder der Trauspruch des oder der Verstorbenen bekannt ist.

 

Die Trauerfeier findet dann in der Regel auf dem Sontheimer Friedhof statt. Normalerweise begleitet ein Organist oder eine Organistin den Gottesdienst musikalisch, oft aber spielt auch eine Abordnung des Musikvereins "Harmonie". Bei Vereinsmitgliedern erweist auch die Sängereintracht Sontheim der Kameradin oder dem Kameraden musikalisch die letzte Ehre.

Falls ein Gemeindeglied stirbt, ist es wichtig, dass das Ev. Pfarramt möglichst schnell davon erfährt.

Im Regelfall wird dann am nächsten Morgen um 8 Uhr die "Totenglocke" geläutet, um die Sontheimer über die Trauer um ein Gemeindeglied zu informieren.
Im darauffolgenden Sonntagsgottesdienst wird dann die traurige Nachricht auch der Gottesdienstgemeinde verkündigt. In der Regel nehmen die trauernden Angehörigen deshalb an diesem Gottesdienst teil.

 

Wenn wir von einem Menschen Abschied nehmen, so soll beides unser Herz erfüllen: die Trauer, dass wir ihn hergeben müssen - aber auch die Dankbarkeit darüber, dass wir ihn gehabt haben. In unsere Trauer hinein dürfen wir dabei die Verheißung Jesu hören: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt".