"Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder" (Psalm 98)

Die Orgel - Königin der Instrumente

Eine Kirchengemeinde ohne Musik ist undenkbar. Schon die ersten Christen haben gerne und oft gesungen, und viele Bekenntnisse der frühen Christenheit, die wir heute beten, sind eigentlich Lieder - angefangen von den "Psalmen" der Bibel bis hin zum "Christushymnus" im Philipperbrief.

 

Eine christliche Gemeinde wird immer eine singende Gemeinde sein.

Deshalb gibt es das "Evangelische Gesangbuch". 1996 erschienen, ist dieses Gesangbuch - als Nachfolger des älteren "Evangelischen Kirchengesangbuches" schnell zum "Standardwerk" für das Singen in der Evangelischen Kirche geworden.
Im "Evangelischen Gesangbuch" (EG) finden sich Lieder, die bereits viele Generationen von Christinnen und Christen gesungen haben. Lieder wie "Nun danket alle Gott", "Befiehl du deine Wege" oder "Jesu geh voran" besitzen bis heute einen sehr hohen Bekanntheitsgrad, quer durch alle Generationen hindurch.
Daneben finden sich im EG aber auch Lieder aus den letzten 40 Jahren, die schnell einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht haben: Lieder wie "Danke", "Ins Wasser fällt ein Stein", "Laudato si" oder "Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott" besitzen mittlerweile schon den Status von modernen Klassikern.

 

In den letzten Jahren haben sich aber zunehmend auch viele neuere Lieder neben den "traditionellen" Kirchenliedern etabliert. Liederbuchreihen wie "Jesu Name nie verklinget", "Du bist Herr" oder "Feiert Jesus" fanden interessierten Anklang in vielen Gemeinden. Insbesondere jüngere Menschen und Jugendliche freuen sich über neue, melodische Lieder, mit denen sie ihren Glauben ausdrücken können.

 

Eine moderne evangelische Gemeinde wird deshalb beides berücksichtigen: das Alte und das Neue, das Traditionelle und das Moderne. Auch in unseren Gottesdiensten sollen Lieder beider "Spielarten" ihren Platz haben.

Ein moderneres E-Piano

Wir freuen uns deshalb, dass wir zwei Instrumente in unserer Georgskirche besitzen: die Orgel, die Königin der Instrumente, die traditionell den Gemeindegesang begleitet - und das 2006 angeschaffte E-Piano, das besonders zur Begleitung neuerer Lieder geeignet ist.

 

Wir freuen uns, dass es Menschen gibt, die beide Instrumente auch spielen können: den Organistendienst teilen sich unsere fünf Stammorganisten, am E-Piano nehmen vor allem junge Musiker Platz.

 

Ab und zu wird der Gottesdienst von unserem Kirchenchor musikalisch gestaltet. Außerdem gibt es immer wieder Gruppen aus Sontheim, die unseren Gottesdienst bereichern: die "Sängereintracht Sontheim", die mit dem gemischten Chor oder dem Kinderchor immer wieder im Gottesdienst zu Gast ist oder der "Musikverein Harmonie", der traditionell den Silvestergottesdienst in der Georgskirche mitgestaltet.

 

Vor allem freuen wir uns aber, dass unsere Gemeindeglieder beides kennen und schätzen: das Ältere und das Neuere, das Traditionelle und das Moderne. Nur, wenn alle so tolerant sind, auch Musik zu unterstützen, die nicht die eigene Lieblingsmusik ist, kann ein gemeinsamer Gottesdienst entstehen, der Menschen über Generationsgrenzen hinweg musikalisch ansprechen kann.