Der Haushaltsplan der Evangelischen Kirchengemeinde Sontheim

Eine Übersicht über unsere jährlichen Einnahmen und Ausgaben - eine kurze Zusammenfassung des "Planes für wirtschaftliches Handeln" in der Ev. Kirchengemeinde Sontheim.

 

Unsere Kirchengemeinde erhält jährlich von der Landeskirche eine Steuerzuweisung von rund 130.000 Euro.

 

Rund ein Drittel dieser Mittel fließt zurück an den Kirchenbezirk Heidenheim, nämlich rund 40.000 Euro. Mit diesen Mitteln, die der Kirchenbezirk von jeder Kirchengemeinde erhält, werden die "gemeinschaftlichen Werke" finanziert, die der Kirchenbezirk stellvertretend für alle Kirchengemeinden einrichten:

  • das Jugendwerk, das die Jugendarbeit koordiniert, Jugendfreizeiten anbietet, Jugendgottesdienste begleitet, Mitarbeiter schult und übergemeindliche Veranstaltungen wie Jungschartage oder das "KonfiCamp" anbietet
  • die Diakonische Bezirksstelle, die ein breites Spektrum in der Sucht-, Familien- oder Schuldnerberatung anbietet (siehe auch Menüpunkt "Diakonie und Hilfe in Not")
  • das Gemeindediakonat, in dessen Rahmen Gemeindediakone die Arbeit der Kirchengemeinden unterstützen und begleiten
  • sowie Einrichtungen im Bereich der Kirchenmusik, der Erwachsenenbildung oder der Seelsorge.

Von den dann verbleibenden rund 90.000 Euro gibt unsere Kirchengemeinde den größten Teil, nämlich rund 55.000 Euro, für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Dazu zählt nicht das Gehalt des Pfarrers (dieses wird von der Landeskirche übernommen), aber das Gehalt aller Angestellten. Im Einzelnen werden von diesem Geld die Pfarramtssekretärin und die Mesnerin, die Kirchenpflegerin und die Hausmeisterin im Gemeindehaus sowie die Kirchenchorleiterin und die Organisten der Gemeinde bezahlt. Mit den fünf hier genannten Arbeitsplätzen sowie den Arbeitsplätzen, die unsere Kirchengemeinde im Kinderhaus in der Au sowie in der Ökumenischen Sozialstation mit zur Verfügung stellt, zählt unsere Kirchengemeinde übrigens zu den größeren Arbeitgebern in Sontheim.

 

Die noch verbleibenden 35.000 Euro fließen zum allergrößten Teil in die Kindergartenarbeit unserer Gemeinde. Das Kinderhaus in der Au befindet sich in der Trägerschaft unserer Gemeinde - hier fällt jährlich mehr als eine Dreiviertel Million an Kosten an. Diese Kosten werden größtenteils durch Zuschüsse der bürgerlichen Gemeinde und durch Elternbeiträge gedeckt, jedoch beträgt der Eigenanteil unserer Kirchengemeinde jährlich rund 25.000 Euro (nicht mitgerechnet der Zeitaufwand, den Pfarrer, Pfarramtssekretärin und Kirchenpflegerin für die Kindergartenarbeit aufbringen).

 

Glücklicherweise können die dann noch verbleibenden 10.000 Euro aus einigen Geldquellen nochmals aufgestockt werden: so kommen pro Jahr ungefähr 8.000 Euro an Gottesdienstopfern zusammen (noch einmal dieselbe Summe wird an Opfer "nach außen" gegeben, also an Brot für die Welt oder andere wohltätige Einrichtungen). 3.500 Euro jährlich bezahlen die Rentner an Kirchgeld. Rund 1.500 Euro bringt das Gemeindehaus an Mieteinnahmen, und jeweils etwa 3.500 Euro erhalten wir von der Sozialstation und der Hausmeisterin im Gemeindehaus an Miete. Somit stehen uns rund 26.500 Euro zur Verfügung, mit denen wir wirtschaften können.

Aber auch ein Großteil dieses Geldes ist bereits im Voraus fest verplant. So fallen allein in der Georgskirche und im Gemeindehaus rund 9.000 Euro an Heizkosten an, weitere 7.000 Euro müssen jährlich als Pflichtrücklage für die Renovierung unserer Gebäude eingesetzt werden. Für Nebenkosten wie Gas, Wasser und Strom benötigen wir weitere 2.000 Euro, auch für Sammelversicherungen für unsere Mitarbeiter geben wir jährlich einen deutlich vierstelligen Betrag aus. Berücksichtigt man nun noch die Kosten für Arbeitsmaterialien im Pfarramt und in der Kirchenpflege sowie die Materialien, die von Gruppen, Kreisen und Mitarbeitern benötigt werden, so bleibt von den 26.500 Euro normalerweise höchstens ein kleiner Betrag übrig.

 

Dieser Betrag wird spätestens dann dringend benötigt, wenn an einem unserer Gebäude größere Renovierungsarbeiten anstehen - so kostete die Renovierung des Pfarrhaues im Jahr 2002/03 einen sechsstelligen Betrag, und auch die Orgelrenovierung im Jahr 2007 hat mit Kosten von fast 35.000 Euro ein erhebliches Loch in die Kassen der Gemeinde gerissen. Größter "Brocken" der letzten Jahre war aber die Renovierung des Ev. Gemeindehauses im Jahr 2010/2011, für die wir mehr als 400.000 Euro benötigt haben. 

 

Deshalb ist  unsere Kirchengemeinde bei der Finanzierung größerer Aktionen und Anschaffungen sowie bei Renovierungen auf Spenden der Gemeindeglieder angewiesen. Auch Aktivitäten der Kirchengemeinde wie das Gemeindefest, der Bazar oder das Mittagessen nach dem Gottesdienst sollen dazu beitragen, größere Investitionen auch in Zukunft bezahlen zu können. Wir danken herzlich für alle Spenden an Zeit, Geld und Arbeitskraft, die Sie unserer Kirchengemeinde zugute kommen lassen!

 

Übrigens: wenn Sie sich für die genauen Zahlen interessieren - der Haushaltsplan unserer Kirchengemeinde kann im Pfarramt und in der Kirchenpflege eingesehen werden und wird jährlich nach der Verabschiedung auch eine Woche lang öffentlich (durch Hinweis im Nachrichtenblatt) aufgelegt. Auch die "Haushaltssitzung" des Kirchengemeinderates ist öffentlich und wird im Nachrichtenblatt vorher angekündigt.